Ambulante psychiatrische Rehabilitation

Symptome psychischer Erkrankungen wie z.B. Depressionen, Burnout etc. können zu Beeinträchtigungen in Alltag und Beruf führen. Im Rahmen der ambulanten psychiatrischen Rehabilitation im Lebens.Med Zentrum St. Pölten wird im Sinne des „bio-psycho-sozialen“ Gesundheitsmodells eine bestmögliche Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit angestrebt. Dabei erfolgt eine ausführliche Auseinandersetzung mit biografischen, beruflichen und sozialen Erkrankungsanteilen, um eine ganzheitliche Verbesserung der Gesundheit zu erzielen.

Die ambulante psychiatrische Rehabilitation ist im Lebens.Med Zentrum St. Pölten in folgenden Phasen möglich:

Phase 2

Während der ambulanten Rehabilitation im Lebens.Med Zentrum St. Pölten wohnt der Patient weiterhin zuhause und kann damit in seinem gewohnten Umfeld verbleiben. Somit gelingt eine bessere Integration der Reha in den Alltag und das gewährleistet wiederum ein alltagsnahes Training. In der Regel kommen Patienten an fünf Tagen pro Woche für mehrere Stunden in das Lebens.Med Zentrum St. Pölten und erhalten über einen Zeitraum von 6 Wochen Diagnostik sowie Beratung und nutzen das multimodale Therapieangebot.

Phase 3

Die ambulante psychiatrische Rehabilitation der Phase 3 kann im Anschluss an eine stationäre oder ambulante psychiatrische Rehabilitation der Phase 2 in Anspruch genommen werden. In der Phase 3 werden die in der Phase 2 erlernten Fähigkeiten weiter gefestigt und der begonnene Rehabilitationsprozess fortgesetzt. Das Programm umfasst 100 Therapieeinheiten aufgeteilt auf max. 12 Monate mit 2-6 Therapieeinheiten pro Woche.

Krankheitsbilder

  • Burnout oder Erschöpfungssyndrome
  • Anpassungsstörungen
  • Depressive Erkrankungen
  • Bipolare Störungen
  • Angsterkrankungen
  • Zwangsstörungen
  • Somatoforme Störungen

Inhalte des Programms

Das Rehabilitations- und Behandlungs­programm umfasst neben fach­ärztlicher und allgemein­medizinischer Betreuung (Diagnostik, Unter­suchung, Beratung):

Psychotherapie

Ein wesentlicher Baustein jeder psychiatrischen Rehabilitation stellt die Psychotherapie dar. In der Gruppentherapie geht es zum einen um den Austausch untereinander, das Lernen voneinander und das sich Auseinandersetzen miteinander. Zum anderen lernen die Patienten, wie es zu bestimmten Krankheitsbildern und Syndromen kommt (z.B. Burnout) und wie man damit umgehen kann. Auch der Selbstwahrnehmung und dem Erkennen von Frühwarnzeichen kommt ein wichtiger Stellenwert zu. In der Einzeltherapie wiederum wird Raum und Zeit für individuelle Themen bereitgestellt, mit denen sich der Patient aktuell beschäftigt oder die ihn oder sie belasten.

Klinische- und Gesundheitspsychologie

Im Zuge von klinisch-psychologischen Einzel­gesprächen werden sowohl Belastungsfaktoren als auch Ressourcen der PatientInnen abgeklärt. In den Gruppenschulungen wird auf Themen wie Stress­bewältigung, Schlaf­hygiene sowie sozial-emotionale Kompetenzen näher eingegangen. Mit dem Entspannungs­training können Wege zur Ent­spannung entwickelt und trainiert werden.

Ergotherapie

Durch Förderung von arbeits- und alltagsrelevanten Fähigkeiten und Fertigkeiten soll der Wiedereinstieg in Beruf und privaten Alltag erleichtert werden.

Physikalische Therapie

Ganz im Sinne des bio-psycho-sozialen Gesundheitsmodells wird im Rahmen der ganzheitlichen Gesundheitsförderung,  die Behandlung von Abnützungen des Bewegungs- und Stützapparates durch Elektrotherapie, Heilmassagen und Moorpackungen ergänzend angeboten.

Physiotherapie/Medizinische Trainingstherapie

Ziel der Bewegungstherapie in Form von Gruppengymnastik und Gesundheitsaktiv-Einheiten ist es, Freude an körperlicher Betätigung zu vermitteln und einen optimalen Ausgleich zum oft sehr stressigen Alltag zu finden. Es werden koordinativ anspruchsvolle Bewegungsaufgaben, Kräftigungsübungen für den gesamten Körper und Ausdauertrainings am Fahrradergometer durchgeführt. Ebenso wird theoretisches Wissen über den Körper, Gesundheit und deren Zusammenhang mit Bewegung in Form interaktiver Vorträge vermittelt.

Sozialarbeit

Durch Sozialarbeit bekommen die Patienten Informationen und Beratung zur Reha, Wiedereinstieg ins Berufsleben, berufliche Reha-Maßnahmen, Umschulung, Behindertenpass, Arbeitsassistenz u.a.m. Auch Infos zu Hilfen und Unterstützungsmöglichkeiten bei finanziellen oder anderen persönlichen Problemlagen können Inhalt einer sozialarbeiterischen Beratung sein.

Ernährungstherapie

Die Diätologinnen im Lebens.Med Zentrum Sankt Pölten frischen gemeinsam mit den Patienten Ernährungsgrundlagen auf und geben alltagstaugliche Tipps mit nach Hause. Ein Schwerpunkt in der Ernährungstherapie stellt die sogenannte Darm-Hirn-Achse dar. Die Patienten erhalten u.a. notweniges Wissen, um ihren Darm zu stärken und somit ihr psychisches Wohlbefinden zu verbessern. 

Diplomierte Krankenpflege

Wir begleiten die Patienten während ihrer ambulanten Rehabilitation gemäß ihren individuellen Bedürfnissen. Im Zuge von Schulungen informieren wir sie zum Thema Medikamenteneinnahme und Tagesstruktur.

Antragstellung

Die ambulante psychiatrische Rehabilitation ist für Patienten geeignet, deren Wohn- oder Beschäftigungsort in einem Umkreis von 50 Kilometer um das Lebens.Med Zentrum St. Pölten liegt.

Hier gibt es nähere Informationen zur Antrag­stellung. Beim Antrag auf Rehabilitation ist die Indikation „Sonstiges“ anzukreuzen und „Psychiatrische Rehabilitation“ sowie der Hinweis „ambulant – Phase 2“ oder „ambulant – Phase 3“ zu ergänzen.

Haben Sie Fragen? Wir helfen Ihnen gerne weiter.

Bei Fragen rund um das Lebens.Med Zentrum St. Pölten oder die ambulante Rehabilitation nehmen Sie Kontakt zu uns auf.

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