10.09.2018

Rehabilitation bei Morbus Parkinson

Durch die Erkrankung Parkinson oder auch Morbus Parkinson erfahren die Betroffenen, aber auch ihre Angehörige viele Veränderungen in ihrem Leben. Aufgrund der Auswirkungen werden bereits in einem frühen Stadium die täglichen Aktivitäten eingeschränkt und damit die Lebensqualität beeinträchtigt. Durch das schleichende Fortschreiten der Erkrankung breiten sich die Einschränkungen auf die die motorischen, kognitiven und kommunikativen Fähigkeiten weiter aus. Mit der neurologischen Rehabilitation, wie sie im Lebens.Med Zentrum St. Pölten möglich ist, können die krankheitsspezifischen Belastungen vermindert werden und die soziale Kompetenz, Berufsfähigkeit und Lebensqualität länger aufrecht erhalten werden. 

Folgende große Schwerpunkte werden bei der Rehabilitation gesetzt:
- Ergotherapie: vorhandene Fähigkeiten werden genutzt und mit nötigen Unterstützungsmethoden/ Hilfsmittel ausbalanciert und verbessert
- Physiotherapie: Förderung der maximalen Mobilität, Aktivität und Unabhängigkeit der Patienten (Bewegungstherapie, Schulungen)
- entsprechend der vorhandenen Symptome sorgen Logotherapie, Diätologie und andere therapeutische Gruppen für weitere Funktionsverbesserungen
- Psychologie: Zur Unterstützung der Krankheitsbewältigung und zum Zwecke des Trainings kognitiver (geistiger) Fähigkeiten, wird eine psychologische Betreuung angeboten

Ziele der Rehabilitation bei Morbus Parkinson:
- Erhaltung der Selbstständigkeit in den Aktivitäten des täglichen Lebens, aber auch in der Familie und Gesellschaft
- Verhinderung/Verminderung von Pflegebedürftigkeit
- Erhaltung der Berufsfähigkeit
- Aufrechterhaltung bzw. Steigerung der Lebensqualität
- Vermeidung von Folgeerscheinungen

Von Prim. Assoc.-Prof. PD Dr. Stefan Oberndorfer (Ärztlicher Leiter der Abteilung Neurologische Rehabilitation im Lebens.Med Zentrum St. Pölten und ärztlicher Leiter der Klinischen Abteilung für Neurologie im Universitätsklinikum St. Pölten)