Psychiatrische Rehabilitation
Mit Bewegung gegen den Winterblues
Das fehlende Tageslicht in der kalten Jahreszeit beeinflusst unseren Schlaf-/Wachrhythmus. Wenn es dunkel ist, produziert der Körper verstärkt Melatonin, das „Schlafhormon“, was bei manchen Menschen zu einem verstärkten Schlafbedürfnis oder Antriebslosigkeit führen kann. Wenn man diese Symptome an sich wahrnimmt, sollte man es als erstes mit mehr Bewegung versuchen.
Bewegung ist ein Stimmungsmacher!
Schon eine kurze Aktivität – sei es ein Spaziergang im Freien oder leichte Trainingsübungen – regt die Ausschüttung von stimmungsaufhellenden Botenstoffen an. Wenn es gelingt, z.B. die Mittagspause für Bewegung im Freien zu nutzen, hat man den doppelten Effekt, denn das natürliche Tageslicht bringt auch die Melatoninproduktion wieder ins Gleichgewicht. Täglich 30 Minuten Bewegung an der frischen Luft, können schon spürbare Verbesserung bringen. Noch ein Tipp: Motivieren Sie andere, sich mit ihnen zu bewegen – gemeinsam ist es leichter! Und auch im Winter gibt es viele verschiedene Möglichkeiten draußen aktiv zu sein: Es muss nicht immer gleich Schifahren sein, man kann mit einem gemütlichen Schneespaziergang starten oder auch eislaufen, rodeln, Eisstockschießen u.v.m.
SAD – saisonal abhängige Depression
Treten Symptome allerdings regelmäßig mit dem Beginn der dunklen Herbst-/Wintermonate auf, ist eine medizinische Abklärung in Hinblick auf das Krankheitsbild der saisonal abhängigen Depression (SAD) notwendig.
Im Rahmen der ambulanten psychiatrischen Rehabilitation werden im Lebens.Med Zentrum St. Pölten Personen unterstützt, die an einer saisonal abhängigen Depression leiden. Für sie erstellt das Team aus Medizin, Therapie und Pflege ein umfassendes Therapieprogramm, das neben der ärztlichen und psychologischen Betreuung auch Bewegungstherapie und Entspannungstraining umfasst. Die Patient:innen erhalten darüber hinaus Schulungen, Informationen und umfassende Beratung wie man z.B. im Alltag den Tag bewusst strukturieren, Energiereserven gut einteilen, kleine Aktivitätseinheiten einbauen und Rückzugstendenzen entgegenwirken kann.
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