Kann man im Lebens.Med Zentrum St. Pölten ein Praktikum machen?
Interview mit Leonie Koupilek (Physiotherapeutin):
Wer kann sich für ein Praktikum beim Lebens.Med Zentrum St. Pölten bewerben?
Voraussetzung ist ein laufendes Physiotherapiestudium oder Fachhochschulstudium in Bereichen wie Physiotherapie, Ergotherapie, Gesundheits- und Krankenpflege. Auf persönlicher Ebene sind vor allem Offenheit, Neugier und Motivation wichtig. Wer Interesse daran hat, das Reha‑Setting kennenzulernen und in einem großen, multiprofessionellen Team zu arbeiten, bringt bereits sehr gute Voraussetzungen mit.
Warum arbeitest du persönlich gerne mit Studierenden zusammen?
Man lernt selbst mit, bleibt neugierig und entwickelt sich weiter. Besonders schön finde ich den Gedanken, dass man aktiv mitgestalten kann, wie zukünftige Therapeutinnen und Therapeuten später arbeiten werden.
Wie sieht ein typischer Arbeitstag für Praktikant:innen aus?
Der Arbeitstag beginnt für alle um 7:30 Uhr. Zwischen 7:30 und 8:00 Uhr ist Dokumentationszeit bzw. Vorbereitungszeit. In dieser Phase nehmen wir uns bewusst Zeit, um gemeinsam den Tagesplan zu besprechen: Wo ist der Praktikant oder die Praktikantin dabei, wo wird mitgeschaut, wo aktiv mitgearbeitet? Wenn Studierende unter Supervision Therapieeinheiten durchführen, werden diese im Vorfeld genau besprochen. So gibt es im Arbeitsalltag keine Überraschungen und Unsicherheiten. Anschließend wird der Tag gemeinsam absolviert. Feedback, kurze Rückmeldungen und Austausch gehören laufend dazu. Trotz des oft engen Zeitplans kommen Teamzusammenhalt und Spaß nicht zu kurz.
Wie selbstständig arbeiten Praktikant:innen?
Studierende bekommen die Möglichkeit, Gespräche zu führen und Einheiten mitzugestalten, sobald sie sich sicher fühlen. Erfahrung entwickelt sich mit der Zeit, deshalb lassen wir Studierende nie allein. Wissen wächst, Sicherheit auch – genau dafür ist das Praktikum da.
Welche Rückmeldungen bekommst du am häufigsten von Praktikantinnen und Praktikanten?
Sehr häufig bekommen wir positives Feedback zu unserem Teamklima. Viele berichten, dass sie den Zusammenhalt, die Hilfsbereitschaft und die Offenheit im Team besonders schätzen.
Was empfinden Studierende fachlich oder persönlich als besonders herausfordernd?
Neben der zeitlichen Taktung ist es vor allem die große Vielfalt an Indikationen. Auch die Patientengruppen sind sehr unterschiedlich zusammengesetzt.
Welche Rolle spielt das multiprofessionelle Team im Praktikum?
Die Interdisziplinarität spielt eine große Rolle. Studierende dürfen an interdisziplinären Besprechungen teilnehmen, bei denen Vertreterinnen und Vertreter aller Berufsgruppen anwesend sind – von Ärzt:innen über Pflege, Physio‑ und Ergotherapie bis hin zu Psychologie und Diätologie. In diesen Besprechungen werden konkrete Patient:innenfälle gemeinsam diskutiert. Für Studierende ist das besonders spannend, weil sie hier erleben, wie multiprofessionelle Zusammenarbeit im Alltag wirklich funktioniert.
Was lernen Studierende hier, das kein Lehrbuch vermitteln kann?
Vor allem, dass die Praxis nicht so eindeutig und linear ist, wie sie im Lehrbuch oft dargestellt wird. Außerdem haben alle Praktikant:innen die Chance auch in den Arbeitsalltag der anderen Berufsgruppen hineinzuschnuppern. Jede Patientin und jeder Patient bringt eine eigene Geschichte, Persönlichkeit und individuelle Bedürfnisse mit. Man lernt, Therapien und Rehatermine flexibel, empathisch und situationsangepasst zu gestalten – und nicht starr nach Lehrbuch zu arbeiten.
Welche Eigenschaften helfen dabei besonders?
Neben fachlichem Wissen sind vor allem Empathie, Offenheit und Flexibilität entscheidend.
Was nehmen Studierende für ihren späteren Berufsalltag mit?
Vor allem die Fähigkeit, sich schnell auf unterschiedliche Menschen und Situationen einzustellen. Durch den häufigen Wechsel – oft im Halbstundentakt – entwickelt man eine große Anpassungsfähigkeit. Man lernt, nicht vorschnell von einer Diagnose auf eine bestimmte Therapie zu schließen, sondern jeden Menschen immer wieder neu zu betrachten. Genau das ist einer der größten Unterschiede zwischen Studium und Praxis.
Wenn du Studierenden einen ehrlichen Satz mitgeben müsstest – welcher wäre das?
Auch wenn der Reha‑Alltag fordernd und manchmal stressig ist, erwartet euch ein offenes, junges und kompetentes Team, das den Praktikumsalltag abwechslungsreich, lehrreich und menschlich gestaltet.
Interesse an einem Praktikum? Auf unserer Karriere-Seite findest Du alle Details und auch die Möglichkeit zur Online Bewerbung. Wir freuen uns auf Dich!