10.02.2021

FETTE - was ist wichtig, was ist richtig?

Bei Erkrankungen des Stoffwechsels ist die richtige Ernährung maßgeblich, damit die Stoffwechsellage, der Gesundheitszustand und die Lebensqualität verbessert werden können.  Im Lebens.Med Zentrum St. Pölten werden im Rahmen der ambulanten Stoffwechsel-Rehabilitation Lebens-, Bewegungs- und Essgewohnheiten genau analysiert und angepasst. In diesem Blogbeitrag wird näher auf das Thema Fette im Zusammenhang mit Ernährung eingegangen.

Vorweg möchten wir Ihnen die Basisbegriffe erklären:

Cholesterin – Was ist das genau?

Cholesterin ist eine fettähnliche Substanz, welche ausschließlich in tierischen Produkten vorkommt. Dieses wird einerseits vom Körper selbst produziert und andererseits mit der Nahrung aufgenommen. Die Cholesterinproduktion und der Verbrauch sollten sich grundsätzlich im Gleichgewicht befinden. Ist dies nicht der Fall, spricht man von einer Fettstoffwechselstörung. Sind die Blutfette über einen längeren Zeitraum erhöht, kann dies zu einer Ablagerung in den Blutgefäßen führen (Gefäßverkalkung).

Triglyceride

Triglyceride sind Blutfette, die sowohl mit der Nahrung aufgenommen als auch vom Körper selbst aufgebaut werden können (aus Zucker, Fett, Alkohol). Zu hohe Triglyceride-Werte sind Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen.

LDL (Low Density Lipoprotein)

Dieses bringt Cholesterin von der Leber über das Blut in die Gefäße, wo es sich an den Gefäßwänden ablagern kann.

HDL (High Density Lipoprotein)

HDL transportiert Cholesterin von den Gefäßen zur Leber und verhindert dadurch schädigende Gefäßablagerungen.

Die verschiedenen Arten von Fettsäuren:

Die Qualität und Eigenschaften der Fette werden durch die Zusammensetzung der Fettsäuren bestimmt.

Gesättigte Fettsäuren:

Diese kommen vor allem in fettreichen tierischen Lebensmitteln, wie beispielsweise Wurst, Schmalz oder Butter vor und haben die negative Eigenschaft, dass sie das Gesamtcholesterin und das LDL erhöhen. Auch bei Kokosfett und Palmkernfett sollte man Acht geben. Diese beiden sind zwar pflanzliche Fette, bestehen allerdings auch aus einem hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren.

Einfach ungesättigte Fettsäuren:

Vor allem Oliven- und Rapsöl sind reich an einfach ungesättigten Fettsäuren, welche das Gesamtcholesterin, als auch das LDL senken.

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren:

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind in Fisch, Nüssen und Pflanzenölen enthalten. Diese senken das Gesamtcholesterin, das LDL und auch die Triglyceride. Aufgrund dieser positiven Eigenschaften sollten mehrfach ungesättigte Fettsäuren täglich im Speiseplan integriert werden. Auch Omega-3-Fettsäuren zählen zu dieser Kategorie. Diese wirken blutdrucksenkend, entzündungshemmend und schützen vor Herz-Kreislauferkrankungen. Aufgrund dessen sollten auch Fisch, Nüsse, Leinöl, Rapsöl oftmals auf dem Speiseplan stehen.

Grundsätzlich spielt das Cholesterin bei der Ernährung für den Cholesterinspiegel im Blut eine eher untergeordnete Rolle. Von Bedeutung ist die Reduktion der gesättigten Fettsäuren, sowie der täglichen Fettzufuhr.

Wenn Sie mehr über die Inhalte des Programms in der ambulanten Stoffwechsel-Rehabilitation im Lebens.Med Zentrum St. Pölten erfahren möchten, können Sie sich hier informieren.